Bildbeschreibung

Heiner Müller

Theater Marie

„Bildbeschreibung“ ist ein acht Seiten langer atemloser Text von Heiner Müller. Der einzige Punkt im Text steht auf der letzten Seite nach dem letzten Wort. Heiner Müller beschreibt in diesem Wort-an-Wort-Monstrum ein Bild, das er ursprünglich als Malerei gesehen hatte. Davon ausgehend entwickelt er seine Bild- und Sprachwelten, die an Intensität und Sprachgewalt nicht zu übertreffen sind. Sie behandeln auf Heiner Müllers einzigartige Weise Themen, die ihn sein Leben lang beschäftigt haben: das ewig Wiederkehrende, den Tod, die Zerstörung und die Wiederauferstehung.

„Man stelle sich vor: Alles, was geschieht, geschehen ist und geschehen wird, sei festgefroren in einem einzigen Augenblick. Ein Weinglas fällt vom Tisch, zerbricht und setzt sich gleichzeitig wieder zusammen. Eine Frau wird erwürgt und taucht gleichzeitig wieder auf, ein Mann schläft mit der Frau und tritt gleichzeitig aus dem Haus, um zur Arbeit zu schreiten. Lebende sind schon tot, Tote wieder lebend; die Kreatur bewegt sich in einem ewigen Kreislauf, in dem die Dimensionen, Chronologie und Zeit nicht existieren“, schreibt die Regisseurin Renata Burckhardt zu Heiner Müllers Text.

Die Idee zu einer Umsetzung von "Bildbeschreibung“ kam ursprünglich von Nils Torpus. Miriam Japp (Textperformance) war sofort von der Radikalität des Textes eingenommen, Renata Burckhardt (Inszenierung) beschäftigt sich seit Jahren immer wieder mit dem Text und Martin Skalsky (Live Musik & Komposition) ist ein Spezialist, wenn es darum geht, Text akustisch zu bearbeiten.

Inszenierung: Renata Burckhardt
Textperformance: Miriam Japp
Musikalische Komposition: Martin Skalsky
Licht, Technik: Peter Hauser
Oeil extérieur: Nils Torpus
Produktionsleitung: Annette von Goumoëns

Preise

22.- / 15.- / 5.-

Öffentliche Aufführungen

Di 20. März 20:15 Première
Do 22. März 20:15
> www.theatermarie.ch