Juni 2016
Mi 1. Juni 20:15
Alte Reithalle Aarau
Liliom
Fr 3. Juni 20:15
Alte Reithalle Aarau
Liliom
Sa 4. Juni 20:15
Alte Reithalle Aarau
Liliom
So 5. Juni 19:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Feuern & Flimmern
Mi 8. Juni 20:15
Alte Reithalle Aarau
Field / Duet for Two Dancers
Do 9. Juni 20:15
Alte Reithalle Aarau
Field / Duet for Two Dancers
Sa 11. Juni 20:15
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
DADA zum Geburtstag
So 12. Juni 20:15
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
DADA zum Geburtstag
Fr 17. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
Hyrrä. Cirque Niveau
Fr 17. Juni 22:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Bella & Schröder
Sa 18. Juni 19:00
Alte Reithalle Aarau
Un cirque plus juste
Sa 18. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
Hyrrä. Cirque Niveau
So 19. Juni 17:00
Alte Reithalle Aarau
Hyrrä. Cirque Niveau
So 19. Juni 19:00
Alte Reithalle Aarau
Un cirque plus juste
So 19. Juni 20:30
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Salto Mortale
Film
Di 21. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
Soirée Carte Blanche
Mi 22. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
Un cirque plus juste
Do 23. Juni 19:00
Alte Reithalle Aarau
Un cirque plus juste
Do 23. Juni 19:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Portrait de l’artiste en jongleur – Sean Gandini
Film
Do 23. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
4x4 Ephemeral Architectures
Do 23. Juni 22:00
Alte Reithalle Aarau
Une séance peu ordinaire
Fr 24. Juni 19:00
Alte Reithalle Aarau
Un cirque plus juste
Fr 24. Juni 19:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Portrait de l’artiste en jongleur – Sean Gandini
Film
Fr 24. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
4x4 Ephemeral Architectures
Fr 24. Juni 22:00
Alte Reithalle Aarau
Une séance peu ordinaire
Sa 25. Juni 19:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Portrait de l’artiste en jongleur – Sean Gandini
Film
Sa 25. Juni 20:30
Alte Reithalle Aarau
4x4 Ephemeral Architectures
Sa 25. Juni 22:30
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Shake & Swing
Do 30. Juni 18:00
Bar im Stall - Alte Reithalle Aarau
Blumen & Ethanol

Liliom

Vorstadtlegende von Ferenc Molnár
aus dem Ungarischen in die deutsche Sprache übersetzt von Joël László
Lieder und Komposition von Pascal Nater

Alte Reithalle Aarau

Theater Marie

Mit Ferenc Molnárs unsterblichem Volksstück „Liliom“ eröffnet das Theater Marie in diesem Jahr die Sommersaison in der Alten Reithalle. Vom Aarauer Dichter Joël László neu übersetzt, verfolgt die Vorstadtlegende, wie Molnár sein Werk im Untertitel nannte, den Weg seines Titelhelden über den Tod hinaus.

Der eingefleischte Hallodri Liliom arbeitet für Frau Muskat, die ihn nicht nur als Angestellten für sich beansprucht. Als er der jungen und lebenshungrigen Julie den Hof macht, platzt der eifersüchtigen Chefin der Kragen und sie entlässt ihren besten Mann. Liliom und Julie werden ein Paar, aber schon bald zeigt sich, dass der Glaube an die Liebe stärker ist als die Liebe selbst. Als Julie schwanger wird, spitzt sich die prekäre Lage der beiden zu. Verzweifelt über seine Perspektivlosigkeit schlägt Liliom seine Frau. Nach einem gescheiterten Raubüberfall, der ihn eigentlich aller Sorgen hätte entheben sollen, weiss er keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. In einer märchenhaften Wendung erhält Liliom vom himmlischen Gericht eine letzte Chance, seine Untaten auf Erden wieder gut zu machen.

„Liliom“, 1909 uraufgeführt, beleuchtet die Gesellschaftsschichten, die sich weit entfernt vom Aufmerksamkeitszentrum unserer Zeit befinden. In der kleinbürgerlichen Umgebung funktioniert Gewalt als Triebabfuhr für nicht ausgesprochene Konflikte. Die Figuren im Stück kämpfen mit ihrer ungestümen Emotionalität, während das gesellschaftliche Umfeld von ihnen Pragmatismus, Klarheit und Sittlichkeit fordert. In kurzen und prägnanten Spielszenen greifen die Molnárs Menschen ausgehungert nach allem, was nach Zuwendung und Interesse aussieht, und missverstehen es als Liebe. Dieser Konflikt entzündet in ihnen eine Aggression, für die sie sprachlich keinen Ausdruck finden können. Nicht einmal im Himmel erwartet sie eine Erlösung. Die himmlischen Instanzen geben sich grosszügig, sind aber in ihrer Rechthaberei ein trauriges Abbild unseres irdischen Willens, alles zähl- und kontrollierbar zu machen.

Die Inszenierung von Theater Marie ist ein Singspiel, das an den Abgründen und Scharnieren von Liedern angetrieben wird. Pascal Nater komponiert Volkslieder, die den Ausbruch aus der existentiellen Enge behaupten und die Figuren trotzdem immer wieder auf ihre Unbeweglichkeit zurückwerfen. Immer wieder versumpfen sie im Selbstmitleid und reagieren ihre inneren Widersprüche mittels Gewalt an sich und an anderen ab. Die Musik setzt an den Bruchstellen zur Gewalt an und schafft psychologische Lupensituationen. Wo die Menschen die Sprache verlieren, flüchten sie sich in den Gesang. Die Lieder reissen die inneren Verletzungen auf und zerren die Verwundbarkeit ins Sicht- und Hörbare.

Mit: Ladislaus Löliger, Barbara Heynen, Silke Geertz, Pascale Pfeuti, Diego Valsecchi, Grégoire Gros, Germaine Sollberger.
Band: Pascale Pfeuti, Pascal Nater, Grégoire Gros, Patric Bachmann.
Regie: Olivier Keller.
Musik: Pascal Nater.
Szenografie: Erik Noorlander.
Kostüme: Tatjana Kautsch.
Dramaturgie: Patric Bachmann.
Szenografieassistenz: Lea Kuhn.
Theaterbüro: Silja Gruner.

Die Aufführungsrechte liegen beim Verlag Josef Weinberger Ltd., London. Vertreten in der Schweiz durch Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG.

Hinweise zum Spielort

Alte Reithalle Aarau, Apfelhausenweg 20

Öffentliche Aufführungen

Sa 21. Mai 20:15 Premiere
Mi 25. Mai 20:15
Sa 28. Mai 20:15
Mi 1. Juni 20:15
Fr 3. Juni 20:15
Sa 4. Juni 20:15
> www.theatermarie.ch