Das grosse Heft / Le grand cahier

von Ágota Kristóf

Collectif barbare

Musiktheater von Collectif barbare

Mit „Das grosse Heft / Le grand cahier“ hat sich die ungarischstämmige Schweizer Schriftstellerin Ágota Kristóf in die Weltliteratur eingeschrieben. Sie erzählt die Geschichte eines Zwillingspaares, das während des Krieges von seiner Mutter bei der verwahrlosten Grossmutter zurückgelassen wird. Ohne Vorbild oder Anleitung entwickeln sie ihre eigenen Moralbegriffe. Um zu überleben, härten sie sich physisch und psychisch ab. Dazu gehört auch, dass sie keine Gefühle zulassen.
Ágota Kristóf veranschaulicht in ihrem spröden, dunkel funkelnden Text am Beispiel einer pervertierten Kindheit die Auswirkungen, die der Krieg auf die Zivilbevölkerung hat – ein Stoff der angesichts der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten eine unbedingte Dringlichkeit hat.
Regisseurin Astride Schlaefli inszeniert die ergreifende Geschichte mit zwei Musikerinnen und Sängerinnen. Während der scheinbar emotionslose Text von einer Offstimme gesprochen wird, suchen die Spielerinnen mit einem vielfältigen Instrumentarium, mit Live-Klängen und verstörenden Toneinspielungen den Weg zu den verschütteten Gefühlen nicht nur des Zwillingspaares, sondern auch der Autorin.

Dauer: ca. 100 Min.

Musik & Spiel: Irina Ungureanu und Vera Kardos
Stimme deutsch: Hannes Rudolph.
Stimme französisch: Isabelle Menke.
Konzept, Regie: Astride Schlaefli.
Produktion, Dramaturgie: Fabienne Naegeli.
Komposition, Arrangement: Astride Schlaefli.
Sounddesign: Studio Tonteich.
Lichtkonzept: Michael Omlin.
Objektcoaching: Priska Praxmarer.
Technik: Christian Kuntner.
Produktion: Collectif barbare in Koproduktion mit dem Theater Tuchlaube Aarau mit freundlicher Unterstützung des Aargauer Kuratoriums.
ab
16

Preise

30.- / 25.- / 20.- / 5.-
100 min

Öffentliche Aufführungen

Mi 1. März 20:15 Premiere
Fr 3. März 20:15
Sa 4. März 20:15
Mo 6. März 19:00 Französisch

Schulvorstellungen

Do 2. März 14:00 Französisch
> www.collectif-barbare.ch