Vom Ende einer Geschichte

nach dem Roman von Julian Barnes

Glarner/Rohner/Allert

Monodramen Festival:
„Ich ist ein anderer“

Erinnerungen können trügen. Das muss Julian Barnes’ Protagonist Antony Webster in „Vom Ende einer Geschichte am eigenen Leib erfahren.
Indem eine 40 Jahre alte Geschichte neu aufgerollt wird, lässt Barnes seinen Helden die Unzulänglichkeiten des menschlichen Erinnerungsvermögens erkennen. Ausgelöst durch einen mysteriösen Brief und eine damit verbundene Erbschaft, beginnt für Webster eine Auseinandersetzung mit seiner schuldbeladenen Vergangenheit, die schliesslich in einer Art Obsession endet. Eric Rohner macht die Nöte der späten Selbsterkenntnis spielerisch und zugleich schmerzhaft lebendig.

Adrian, der bewunderte Schulkamerad, war mit einem Mädchen zusammen, von dem sich Antony selbst erst kurze Zeit zuvor getrennt hatte, und nahm sich nur wenig später das Leben.
 Das Testament der Mutter des besagten Mädchens bringt beinahe 40 Jahre später die scheinbar so klaren Erinnerungen ins Wanken. Was hatte sich damals eigentlich genau abgespielt? Antony kramt in seinen Erinnerungen, liest alte Briefe und stellt Nachforschungen an. Langsam muss er erkennen: je länger das Leben andauert, desto weniger Menschen gibt es, die unsere Darstellung infrage stellen, uns daran erinnern können, dass unser Leben nicht unser Leben ist, sondern nur die Geschichte, die wir über unser Leben erzählt haben.
Julian Barnes ist einer der ganz grossen Autoren Grossbritanniens. Für seinen Roman „Vom Ende einer Geschichte" erhielt er 2011 den Booker Price. Barnes legt die Bequemlichkeit und Passivität des Alters bloss und zersetzt so Stück für Stück die Vorstellung von der Unantastbarkeit einmal festgelegter Erinnerungen. Ist Erinnerung etwas, das wir besitzen, oder etwas, was wir verloren haben?
Die Geschichte ist spannend erzählt wie ein Krimi und zugleich tiefgründig philosophisch.

Eric Rohner lebt als freischaffender Schauspieler in Zürich. Dem Aarauer Publikum ist er vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Theater M.A.R.I.A. und Mark Wetter ein Begriff.

Mit: Eric Rohner.
Regie: Hannes Glarner.

Dramaturgie und Ausstattung: Nicole Allert.
Technik: Edith Szabò.

Grafik: Eugen Bisig.


Hinweise zum Preis

Normalpreis Fr. 22.- / Legi, u20 Fr. 15.-

Tageskarte Samstag (drei Aufführungen):
Normalpreis Fr. 45.- / AHV Fr. 40.- / Legi, u20 Fr. 30.-

Tageskarten können nur bei aarau info und unter mail@tuchlaube.ch reserviert werden.

Preise

22.- / 15.- / 5.-

Öffentliche Aufführungen

Sa 30. April 19:30
> www.ericrohner.ch