Die zwei Leben der Antigone

Uraufführung nach Sophokles
mit Sara Tamburini
Text von Tamara Pietsch

Antigone sieht sich mit einer Situation konfrontiert, die untrennbar mit dem Fluch verbunden ist, der seit Generationen auf ihrer Familie liegt: Alles beginnt mit ihrem Grossvater Laios, dem Vater des Ödipus. Laios missbraucht den Sohn seines besten Freundes, woraufhin dieser ihn und seine Nachfahren verflucht. Das beschworene Unheil beginnt sich zu erfüllen, als Ödipus Jahre später unwissentlich seinen Vater tötet und seine eigene Mutter heiratet. Von ihm wiederum geht der Fluch auf seine Kinder über. Und nun liegt Antigones Bruder Polyneikes tot vor den Toren Thebens und die Weisung des Königs verbietet es, ihn zu beerdigen, da er sich des Brudermordes und des Hochverrates schuldig gemacht hat.

Die Familiengeschichte der Antigone liest sich aus heutiger Perspektive wie eine Parabel auf die Weitergabe eines Traumas von einer Generation an die nächste. Für die Schauspielerin Sara Tamburini und die Dramaturgin Tamara Pietsch ist dies der Ausgangspunkt für eine Neubefragung des antiken Stoffes: Sie verschachteln ihre eigene Version der Tragödie mit psychologischen Er- und persönlichen Bekenntnissen, um zu untersuchen, wie sich Taten der Vorfahren in den Biografien der Nachgeborenen niederschlagen.

And when I let him in I feel the stitches getting sicker
I try to wash him out but like they say, the blood is thicker
I see my mother in my face
But only when I travel
I run as fast as I can run
But Jack comes tumbling after
I'm halfway home now
Half hoping for a showdown
Cause I'm not big enough to house this crowd
It might destroy me
But I'd sacrifice my body
If it meant I'd get the Jack part out

(Dresden Dolls: Half Jack)

Sara Tamburini, Tamara Pietsch und James Newton, der diesmal bei der Stückentwicklung mitgewirkt hat, haben vor zwei Jahren mit ihrer Inszenierung des Stückes "Das Jahr von meinem schlimmsten Glück" einen Erfolg im Theater Tuchlaube Aarau feiern können.

Am Mittwoch, dem 22. Januar 2020, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch Dr. med. Rolf Köster, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, statt.

Mit: Sara Tamburini.
Text und Dramaturgie: Tamara Pietsch.
Konzept: Tamara Pietsch, Sara Tamburini, James Newton.

Preise

35.- / 30.- / 20.- / 5.-
60 min
Deutsch

Öffentliche Aufführungen

Sa 18. Jan 20:15 Premiere
Mi 22. Jan 20:15 $ – Give as much as you can
Fr 24. Jan 20:15
Sa 25. Jan 20:15