Was braucht es, um Zukunft zu denken?

Ein Gesprächsformat.

Kollektiv SHIFT

Was heisst es, sich ein Morgen vorzustellen? Was für Fähigkeiten sind gefragt? Welche kulturellen Bedingungen sind dafür notwendig?
Der Sinn für Zeitlichkeit ist im Menschen tief verankert. Ohne unsere angeborene Fähigkeit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterscheiden, kämen wir nicht weit. Wir könnten weder Pläne schmieden noch die kleinste Entscheidung fällen, die über unser unmittelbares Befinden hinausgeht. Der Blick in die Zukunft ist uns wesentlich und gäbe es keine Projektion in die Zukunft, unsere Welt stünde still. Doch trotz dieser natürlichen Neigung zur Zukunft, bedarf es scheinbar besonderer Fähigkeiten, um sich Zukünfte vorzustellen, die mehr sind als die blosse Wiederkehr des Bekannten. Gerade in unseren Breitengengraden scheint es aktuell schwierig, Zukunftsentwürfe zu formulieren, die nicht einfache, abhängige Ableitungen der Gegenwart sind – oder in der Apokalypse münden.
Im Rahmen von "Proberaum Zukunft" geht das Kollektiv SHIFT der Frage nach, unter welchen Bedingungen die Zukunft als Möglichkeitsraum wahrgenommen werden kann. Gemeinsam mit der Historikerin und Soziologin Caroline Arni und dem Literaturwissenschaftler und Autor Thomas Strässle suchen sie im Gespräch nach einem Denken, das sich – dem aktuell schlechten Ruf der Zukunft zum Trotz – mit Recht utopisch nennen darf.

"Proberaum Zukunft" ist ein dreijähriges Theater- und Gesellschaftsprojekt des Kollektivs SHIFT. Am 22. April 2020 feiert ihr Stück "Was wir über morgen gewusst haben werden" Premiere.

Mit: Marcel Grissmer, Nikolai Prawdzic, Sarah Verny & ihren Gästen Caroline Arni & Thomas Strässle.

Preise

Eintritt frei

Öffentliche Aufführungen

Di 25. Feb 20:15
> www.proberaum-zukunft.ch