Peter Schärli: "Peace Now!"

Der wichtigste Schweizer Jazzkritiker Peter Rüedi hat Peter Schärli in einer Rezension mal als "Weltmann und Eigenbrötler in einem“ bezeichnet. Irgendwo dazwischen befindet sich der Raum, in dem der begnadete Aarauer Jazztrompeter lebt und arbeitet – dort, wo sich aus dem Wahrscheinlichen und dem Unwahrscheinlichen alles zusammenbraut, was als Musik hörbar wird.

Als Musiker beschäftige er sich nicht nur mit Klängen. Er registriert, was in der Welt geschieht, und entwickelt eine Haltung dem Menschen, der Gesellschaft und dem Leben gegenüber. Dazu Schärli in seinen eigenen Worten: "In den letzten Jahren ist noch klarer geworden, dass unser globales System aus den Fugen gerät. Der ‚heilige’ Kapitalismus funktioniert immer perfider. Die Kluft zwischen arm und reich vergrössert sich täglich. Es ist wieder salonfähig, Minderheiten und Wehrlose zu demütigen, zu diskriminieren, zu hassen. Schwarz/weiss, gut/böse, richtig/falsch, rechts/links: das binäre Denken bringt uns nicht weiter. Wir müssen wieder lernen, ternär zu denken (ja/nein/vielleicht). Es braucht das Vielleicht, den Zweifel, die Verletzlichkeit. Sie lassen Hass nicht zu. Be a maybe! Ich kann es mir leisten, mein Leben mit Musikmachen zu verbringen. Welch ein Privileg, welch ein Glück! Ich darf anderen Momente der Freude bereiten und somit auch mir selber. In meinem ‚Hörprotokoll’ verdichten sich Eindrücke und Wahrnehmungen von der Wanderung durchs Leben, durch die Natur, die Jahreszeiten, die heilen und die unheilen Welten. Vielleicht können wir Musiker und Musikerinnen mit unseren Konzerten all jenen Mut machen, die weiterhin eine humane Welt wollen und sich für gerechte Verhältnisse und für den Frieden einsetzen.
Musik kann die Welt verändern, man muss ihr nur zuhören. Peace Now!“

Silke Eberhard: as.
Jean-Jacques Pedretti: tb.
Peter Schärli: tp.
Christian Weber: b.
Norbert Pfammatter: dr.

Preise

35.- / 30.- / 20.- / 5.-
90 min

Öffentliche Aufführungen

Fr 30. Nov 20:15