"Die Zukunft ist ethisch - oder gar nicht"

Podiumsdiskussion

Die Moral erlebt eine Renaissance. Weil sie fehlt, wie man sagt. Vor allem der Verlust der Werte – die Debatte um die Abzocker-Initiative führt das deutlich vor Augen – wird breit diskutiert. Aber stimmt der Befund überhaupt? Ist es nicht so, dass wir unseren Alltag nach ethischen Gesichtspunkten gestalten, ohne uns dessen bewusst zu sein? Doch allein die individuelle Perspektive gibt noch keine Antwort auf die Frage, welche Werte gesellschaftlich wirksam werden sollen.
Wie kann die vermeintliche „Unmoral“ der Finanzmärkte gebändigt werden? Kann man unseren Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Planeten unter ethischen Gesichtspunkten beurteilen? Und wenn ja – welche Konsequenzen muss jede/r Einzelne daraus ziehen? Sind Werte eine Richtschnur in der Demokratie – oder geht es den politischen Akteuren in erster Linie um das zynische Prinzip des Machterhalts? Wie verhalten wir uns, wenn die Normen unterschiedlicher Religionen in der offenen demokratischen Gesellschaft miteinander kollidieren? Offenbar gehört es zu den Begleiterscheinungen unserer Zeit, dass die moralische Verankerung unserer Gesellschaft den beschleunigten Veränderungsprozessen immer neu angepasst und ausbalanciert werden muss. Hans Ruh und Thomas Gröbly vertreten in ihrem bereits 2006 erschienenen Buch „Die Zukunft ist ethisch – oder gar nicht“ die These, dass eine Lösung der drängensten Zukunftsfragen nur möglich sein wird, wenn wir unser Handeln in allen Lebensbereichen nach ethischen Normen ausrichten.

Mit: Thomas Gröbly, Dirk Vittinghoff und Thom Reinhard.
Moderation: Peter-Jakob Kelting.

Preise

Eintritt frei

Öffentliche Aufführungen

Do 28. Feb 20:15 Podiumsdiskussion