La Strada di Casa

Ein Theaterstück für eine Schauspielerin und eine Puppe

Secondo Festival - Wettbewerb

Lianca Pandolfini

Eine alte Frau sitzt in ihrer winzigen Küche, irgendwo in Europa. Ihr ganzes Leben lang war sie Flüchtling. Sie wurde in Anatolien geboren zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Jetzt, als sie ihrem Tod näher kommt, möchte sie „nach Hause‟ gebracht werden. Der Raum, der in den Gedanken der Frau entsteht, breitet sich auf der Bühne aus. Wir steigen ein in ihre Erinnerungen, verschwommen von Zeit, Alter und Krankheit. Sie muss sich mit ihren zerrissenen Wurzeln auseinandersetzen bei dem letzten Versuch ihren „Weg nach Hause‟ zu finden.
Für die griechischstämmige, italienische und im Tessin lebende Schauspielerin Lianca Pandolfini war die Arbeit an „La Strada di Casa“ auch eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Familiengeschichte: Ihre Grossmutter stammte vom Schwarzen Meer, erlebte die Massaker an der griechischen Minderheit und wurde Anfang der zwanziger Jahre von den türkischen Behörden nach Griechenland vertrieben.
Lianca Pandolfini studierte Schauspiel in Modena in Italien, spielte in diversen Compagnien auf Tournee und studierte daneben Gesang. Im Februar 2014 schliesst sie ihr Masterstudium an Scuola Teatro Dimitri in Verscio ab. In „La Strada di Casa“ verdichtet sie die universellen, traumatischen Erfahrungen der Flucht zu einem bewegenden, musikalisch und visuell opulenten Theaterabend.

Idee, Konzept und Spiel: Lianca Pandolfini.
Supervision Regie und Choreografie: Andrea Valdinocci, Jean-Martin Roy.
Technik: Rosario Ilardo.

Preise

22.- / 15.- / 5.-
Italienisch mit deutschen Übertiteln

Öffentliche Aufführungen

Sa 15. März 20:15

Schulvorstellungen

Mo 17. März 19:00

Materialien

Grusswort von Jolanda Urech